Hilfsprojekte für Kinder in Armenien

Wie viel wissen Sie eigentlich über Armenien? Können Sie schätzen, wie viele Einwohner das Land hat? In Armenien leben rund 3 Millionen Einwohner und somit weniger als in der deutschen Hauptstadt Berlin. Das kleine Land, das durch den Konflikt mit dem Nachbarland Aserbaidschan auch im letzten Jahr in den Medien präsent war, ist unserem Kinderhilfswerk Orphan’s Promise gut bekannt.

Jeder vierte Mensch lebt unterhalb der Armutsgrenze

Einer von vier Menschen in Armenien lebt unterhalb der Armutsgrenze. Aber Armut ist multidimensional und beschreibt nicht nur Mangel an Ressourcen und Finanzen. Einige Ebenen sind physisch: es fehlt an angemessener Nahrung, Wasser, Kleidung und Unterkunft. Andere sind nicht greifbar: die fehlende Sicherheit, die die ständige Ungewissheit und Knappheit mit sich bringen, die fehlende Hoffnung auf eine bessere Zukunft, die geistige Erschöpfung und die Auswirkungen von Traumata auf Generationen.

Die Familie des kleinen Jungen Ararat im ländlichen Armenien hat mit einer Vielzahl dieser unterschiedlichen Dimensionen zu kämpfen. Sein Vater repariert Häuser und seine Mutter ist Saisonarbeiterin in einem nahe gelegenen Gewächshaus, beiden haben keinen festen Arbeitsplatz. Eine der größten Herausforderungen für die Familie ist der fehlende Zugang zu sauberem Wasser. Ohne fließendes Wasser oder einen Brunnen in der Nähe müssen sie in ein anderes Dorf gehen, Flaschen und Eimer füllen und alles zurücktragen. Hinzu kommt, dass Ararats Familie in einer unsicheren Wohnsituation lebt, da sie finanzielle Schulden eines Onkels zu tragen hat. Bei so viel Stress und Ungewissheit kann es für Eltern, die mit Armut zu kämpfen haben, schwierig sein, sich emotional in ihre Kinder zu investieren. Sie haben nicht immer die Zeit oder die emotionale Kapazität. Ihre Kinder werden schließlich emotional vernachlässigt und ihnen fehlen die Fähigkeiten, um die Wut, die Angst oder das Trauma, das sie erleben, richtig zu verarbeiten. Auf diese Weise kann sich Armut über Generationen hinweg fortsetzen, denn Kinder lernen schon früh sich mit diesem emotionalen und physischen Mangel zu arrangieren anstatt nach Auswegen zu suchen. 

Spielen, lernen, wachsen – Im Kinderzentrum von Orphan’s Promise

Für Ararat und seine Schwester Anna begann sich dieser Kreislauf zu verändern, als sie von dem Kinderzentrum der örtlichen Kirche erfuhren. Es wird von Orphan’s Promise unterstützt wird und arbeitet mit der Kirche zusammen. Die Kindern können dort spielen, werden kostenlos unterrichtet oder auf Ferienlager eingeladen. Sie lernen Englisch, praktische Lebenskompetenzen und den Umgang mit Computern. Diese Fähigkeiten werden ihnen helfen, sich auf die weiterführende Schule, die Universität und später hoffentlich auf einen sicheren, gut bezahlten Job vorzubereiten. Es ist der erste Schritt, um den Kreislauf finanzieller Unsicherheit zu durchbrechen und diesen Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

Kinder blühen auf

Wir durften erleben, wie im Kinderzentrum Ararat aufblüht und auch lernt, mit der emotionalen Belastung umzugehen, die er mit sich herumgetragen hat. Er öffnet sich und spricht mit seinen Lehrern, die ihn beraten und seine Fragen beantworten. Dank der Gebete und der beständigen Liebe seiner Lehrer überwindet Ararat große emotionale Herausforderungen, die ihn daran hinderten, sein volles Potenzial auszuschöpfen. 

Für unsere Partner hat Ararat eine Botschaft. Mit einem breiten Lächeln sagt er: „Ich liebe euch sehr und danke für alles. Danke an alle, die diese Ausbildungszentren unterstützen. Gott segne euch alle!“

Lassen Sie uns für Kinder wie Ararat beten. Sie sollen erkennen und erleben, dass sie nicht alleine sind. Danke, dass Sie auch eine Antwort auf dieses Gebet sind – jeden Tag, überall auf der Welt.

 

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