von Andreas Pantli, Pastor ICF Hamburg

Jeder von uns hat auf seine Art und Weise mit Krankheit zu kämpfen, nicht immer ist es offen sichtbar, denn da sind Krankheiten die uns phsychisch, emotional, hormonell bedingt fordern. Dinge in unserem Leben, die nicht 100% rund laufen. Jemand kämpft gegen eine Krankheit, jemand anders hat Schlafprobleme, leidet unter Depressionen, ein Paar ringt seit Jahren mit seinem unerfüllten Kinderwunsch und ein anderer wiederum kämpft mit seinen zunehmend fehlenden Haaren, so wie ich zum Beispiel.

Gott kommt und spricht in genau diese Lebenssituationen hinein: Er sagt “Ich BIN Jahwe Rapha.” Namen in der Bibel sind immer mit Autorität verbunden und im Alten Testament auch oft Berufung. Gott selbst gibt sich einen Namen in Autorität. Er stellt sich uns als Arzt vor, indem er sagt “Ich bin der, der über Gesundheit herrscht. ICH habe die Autorität über deinen Körper.” Er ist die ultimative Ressource von Liebe, Frieden und Gesundheit. Jeder Name Gottes bedeutet nicht nur “so kannst du mich nennen” sondern “das bin ich” oder “das verbirgt sich in mir”. Sein Name bedeutet “Ich bin autorisiert und befähigt”.

Bereits in der Schöpfungsgeschichte entsteht der Bruch zwischen Gott und den Menschen und Krankheit und Leid treten in das Leben, Vergänglichkeit und Schmerz. 

Doch Gott führt das Volk Israel aus der Sklaverei und zum Ort Elim, voller Quellen und Palmen. Dort spricht Er: “Haltet euch an meine Ordnung, an meine Gebote, wie ich es mir ursprünglich ausgedacht habe. Dann werde ich Krankheit von euch fernhalten.” Dieser Ort ist ein prophetisches Bild für uns alle: Quellen des Wassers, an denen wir völlig gesund werden sollen, wo wir frei sind von Schmerz und von allem was uns emotional oder psychisch gefangen nimmt. Gott macht an diesem Ort klar: Krankheit ist letzten Endes eine kolossale, globale Konsequenz der Tatsache, dass Menschen sich von Gott abgewendet haben. Er bestraft nicht spezifisch aktiv einzelne Personen – es ist das logische Ergebnis, weil die Schöpfung sich von der Quelle des Schöpfers getrennt hat. Weil der Mensch gesündigt hat und eine ganze Schöpfung Fehler macht. 

Ja, Gott heilt. Aber auch gottesfürchtige Menschen erleben nicht immer das erbetene Wunder und bleiben von Leid verschont wie Jakob, der bei der Geburt seines Sohnes seine geliebte Frau verliert. 

Doch Heilung die von Grund auf anders ist, weil sie von Jesus selbst kommt wird uns in Jesaja 53 prophezeit: “Er wurde blutig geschlagen, weil wir Gott die Treue gebrochen hatten; wegen unserer Sünden wurde er durchbohrt. Er wurde für uns bestraft – und wir? Wir haben nun Frieden mit Gott! Durch seine Wunden sind wir geheilt.”

Jesus kommt und heilt. Ein Mann, von dem viele dachten, er sei einer der ‘einfachen’ Propheten. Und plötzlich merken sie, dass er mit der vollständigen Autorität Gottes auf dieser Erde ist und sagt: “Ich bin der Herrscher und Krankheit muss mir gehorchen. Und wenn ich sage, dass sie geht, dann geht sie!” Hier spricht die vollendete Autorität Gottes über Leben und Tod und es geschieht. Ich liebe die Geschichte der jungen Männer, die für ihren gelähmten Freund Heilung von Jesus wünschen und allen Umständen trotzen und ihn zu ihm bringen. Sie hatten begriffen was absolut entscheidend war: Ihr Job war es nicht zu heilen, sondern die Kranken zu Jesus zu bringen. Denn wenn jemand heilt, ist es immer Jesus! Aber wir spielen eine Rolle in diesen Geschichten, so wie die Freunde es getan haben. Sie sind zutiefst überzeugt, dass Jesus ihren Freund über alle Maßen liebt und ihren Glauben sehen wird. Und Jesus heilt in seiner göttlichen Vollmacht. 

“Ich vergebe dir deine Sünden. Ich bin nicht nur der, der dich heilt. Ich kläre die Ursache ein für alle Mal.” Jesus geht ans Kreuz um die Ursache auszugleichen, um dir und mir als Konsequenz vollständige Gesundheit schenken zu können. Gott nimmt die Ursache weg für Krankheit, sodass eine Schöpfung in eine neue Welt treten darf, wo es kein Leid mehr geben wird. Doch es entsteht manchmal eine Theologie die behauptet: “Gott heilt immer hier auf der Erde. Es ist gar nicht möglich, dass ein Christ der glaubt krank ist.” Eine riesen Spannung entsteht. 

Paulus dagegen war entspannt, dass Gott nicht immer auf dieser Erde heilt. In 2. Timotheus 4,20 schreibt Paulus, dass er einen Mitarbeiter krank zurücklassen musste. Ohne Begründung. Er schreibt nicht, er habe zu wenig Glauben oder zu viel Sünde in seinem Leben, nein. Er lässt es einfach unkommentiert. An anderer Stelle gibt er seinem Freund Timotheus einen gut gemeinten Rat für seine Gesundheit. Es ist kein Kommentar von wegen “Dein Glaube ist nicht erweckt genug, du hast noch immer Zweifel, es kann gar nicht sein, dass du krank bist.” Er gibt ihm einen pragmatischen, gut gemeinten Tipp und ist dabei völlig entspannt. Denn Paulus weiß, dass Gott krasse Wunder getan hat, aber er vertraut, wenn es nicht so passiert, wie wir Menschen uns das vorstellen und wünschen. 

Manchmal tut Gott das, was wir uns wünschen und heilt auf der Erde und manchmal jenseits, wenn unser Körper hier seinen letzten Herzschlag getan hat und wir in einer neuen Welt aufwachen. 

Ja, Gott heilt immer. Das ist nicht die Frage, aber er tut es manchmal durch Ärzte, manchmal durch Medizin, manchmal durch einen übernatürlichen Eingriff. 

Ja, Gott heilt letztlich immer. Manchmal auf dieser Erde, aber ganz sicher spätestens, wenn wir mit neuem Körper vollständig geheilt und gesund bei Jesus sind.

 

Offenbarung 21,3 (Hfa):
»Hier wird Gott mitten unter den Menschen sein! Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein. Ja, von nun an wird Gott selbst in ihrer Mitte leben. Er wird ihnen alle Tränen abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben, kein Leid, keine Klage und keine Schmerzen; denn was einmal war, ist für immer vorbei.« Der auf dem Thron saß, sagte: »Sieh doch, ich mache alles neu!«

 

Egal womit du kämpfst, Gott hat das Ende schon bestimmt und hat alle Voraussetzungen vor über 2000 Jahren am Kreuz auf Golgatha in Ordnung gebracht und vorbereitet. Heilung ist dein Geschenk. Heilung steht dir zur Verfügung. Gott tut es manchmal hier auf der Erde aber spätestens dort im Himmel. 

Dieser Artikel basiert auf einer Predigt aus der Reihe “Alpha & Omega”, nachzuschauen unter www.youtube.com/ICFHamburg

 

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