Hilfe und Hoffnung für 3.000 Menschen

 

Ein Wassersystem für Upper Inkariak Ronkena

 

In Kenia herrscht derzeit die größte Dürre seit 40 Jahren. Die letzten fünf Regenzeiten lieferten nicht genug Wasser. Viele Menschen in dem Land haben keinen gesicherten Zugang zu sauberem Trinkwasser. Ohne fremde Hilfe bleibt der für sie unerreichbar. So geht es auch den über 3.000 Menschen in Upper Inkariak Ronkena.

Die Anwohner des Ortes müssen das Land verlassen, um sauberes Wasser zu bekommen – sie gehen dafür an eine Quelle am Kilimandscharo im benachbarten Tansania. Wegen des niedrigen Wasserstands und häufiger Leitungsschäden wird dort jedoch nur einmal pro Woche Wasser gepumpt.  Aus diesem Grund greifen viele Menschen auf einen Fluss zurück, der knapp 10 Kilometer entfernt innerhalb der kenianischen Grenze liegt. Diese Quelle deckt jedoch selbst während der Regenzeit kaum den Bedarf der Gemeinde.

Lende und eine Nachbarin auf dem Weg zum Wasserholen.Das ist die Realität für Frauen wie Lende (im Bild unten). Sie läuft kilometerweit unter der heißen Sonne über staubige Straßen, um zum Fluss zu gelangen. Dort füllt sie schwere Kanister mit braunem, trübem Wasser. Das Wasser im Fluss ist verschmutzt: Tiere trinken daraus und verrichten ihre Notdurft in der Nähe. Menschen baden und waschen sich darin. Und dieses Wasser müssen Familien zum Trinken, Kochen und zur Pflege ihrer Kinder verwenden. Diese Gemeinde ist dringend auf eine neue Wasserquelle mit sauberem Wasser angewiesen!

Lende füllt Wasser in einen BehälterBisherige Bemühungen zur Lösung der Wasserkrise in Upper Inkariak Ronkena waren entweder von kurzer Dauer oder blieben hinter den Erwartungen zurück.

Das Regenwassernutzungssystem, das vom CBN-Hilfswerk Operation Blessing dort in der Grundschule installiert wurde, verbesserte zwar den Zugang zu Wasser, jedoch nur während der Regenzeit. Die Anzahl der Schüler stieg auf über 500 an. Auf diese Menge war das System nicht ausgelegt. Außerdem erlebt Kenia seit Jahren eine Dürre, bei der in der Regenzeit nicht genug Regen fällt, um Wasserreservoirs und Flüsse zu füllen. Infolgedessen reicht das aufgefangene Wasser nur etwa einen Monat in die Trockenzeit hinein. Sobald es aufgebraucht ist, müssen die Schüler kilometerweit laufen, um Wasser zu holen. Durch diese Anstrengung können sie sich im Unterricht schlechter konzentrieren.

CBN bemüht sich um eine langfristige Lösung für die Menschen in Upper Inkariak Ronkena. Dabei wurden verschiedene Wege in Betracht gezogen: Der Versuch, einen Brunnen zu bohren, wurde unternommen, aber der felsige Grund beschädigte die Bohrgeräte und das Projekt musste eingestellt werden. Auch die Idee, eine Rohrleitung von einem bestehenden Brunnen, der zur Bewässerung von Forstbaumschulen zur Aufzucht von Jungbäumen genutzt wird, zu verlegen, wurde wegen administrativer und logistischer Hindernisse wieder verworfen.

 

Was Ihre Unterstützung bewirkt

 

CBN hat ein vorhandenes Bohrloch identifizieren können, das mit Ihrer Hilfe saniert und modernisiert wird, um die Menschen in Upper Inkariak Ronkena mit Wasser in guter Trinkqualität zu versorgen.

Das 2015 gebohrte Bohrloch erreicht die empfohlene Tiefe von 225 Metern und kann ausreichend Wasser pumpen. Das Bohrloch war einst mit einer Tauchpumpe, einer Druckerhöhungspumpe, einem Generator, einem Kiosk und einem Maschinenhaus ausgestattet. Aber das System wurde später aufgrund von Streitigkeiten über Landbesitz stillgelegt. Diese wurden nun gelöst und eine Baugenehmigung eingeholt.

Mit Ihrer Hilfe können wir den Wasserkiosk und das Maschinenhaus renovieren. Außerdem werden die Pumpen durch die Installation von Sonnenkollektoren mit Solarstrom versorgt, was die Notwendigkeit von teurem Dieselkraftstoff erübrigt. Das Wasser wird in der Anlage so aufbereitet, dass eine hohe Qualität gewährleistet wird.

Fast fünf Kilometer Rohrleitung und weitere vier Wasserkioske ermöglichen den Anwohnern in verschiedenen Teilen der Gemeinde nahegelegenen Wasserzugang. Intelligente Wasserspender helfen dabei, diesen gleichberechtigt zu verteilen. Außerdem werden an jedem Wasserzugangspunkt vier Waschstationen installiert, die gesunde Hygiene fördern. Sie tragen durch Ihre finanzielle Unterstützung dazu bei, dass die Gesundheit der ganzen Gemeinde nicht nur durch den Zugang zu sauberem Wasser, sondern auch durch eine Erneuerung der sanitären Einrichtungen verbessert wird.

Außerdem führt CBN mehrere Hygieneschulungen mit den Gemeindemitgliedern durch. Diese beinhalten Themen wie die sichere Aufbewahrung und Aufbereitung von Trinkwasser, richtige Abfallentsorgung, gute Hygienepraktiken und effektives Händewaschen. Dadurch wird die Qualität des Grundwassers erhalten und die Ausbreitung potenziell tödlicher Krankheiten wie Cholera und Typhus verhindert. Durch Aufklärung schützen Sie Erwachsene und Kinder vor Krankheiten und sichern das Wohlergehen einer ganzen Gemeinde.

Außerdem wird ein Wasserkomitee aus Anwohnern gebildet, das darin geschult wird, den Brunnen ordnungsgemäß zu betreiben und zu warten. Dieses Komitee überwacht nicht nur die Wassernutzung, um Transparenz und Gleichberechtigung zu gewährleisten. Durch eine Buchhaltungsschulung werden sie des Weiteren darin ausgebildet, einen Gemeinschaftsfonds zu verwalten, um die Betriebskosten und notwendige Reparaturen zu finanzieren. Die Gemeinde wird somit darin ausgebildet, das System langlebig zu erhalten, sodass sie noch viele Jahre davon profitieren kann.

 

Der Zugang zu sauberem Wasser setzt einen Kreislauf in Gang

 

In dieser Region beeinträchtigt der Mangel an sauberem Trinkwasser das tägliche Leben der Menschen sehr. Ein gesicherter und nahegelegener Zugang zu sauberem Wasser bewirkt mehr als nur Gesundheit: Familien (vor allem Frauen und Mädchen) sparen Zeit beim Wasserholen. Gerade Mädchen bekommen dadurch häufig erst Zugang zu Bildung. Die Erträge durch Viehzucht und Ernte können gesteigert werden, was den Wohlstand der ganzen Gemeinde fördert.

Mit Ihrer Unterstützung können Lende und 3.000 Menschen in Upper Inkariak Ronkena auf ein besseres Leben hoffen. Die Gesamtkosten des Projekts in Höhe von 82.000 € decken die Sanierung und Modernisierung des Brunnens – das sind nur 164 Euro für jede der 500 Familien, die dort leben!

Eine Familie in Inkariak Ronkena.

Verändern Sie mit uns Menschenleben durch Ihre Investition in sauberes Wasser!

 

Helfen Sie jetzt!

 

 

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