Von der Trauer zur Hoffnung

 

Tischa beAv in einer Zeit des Krieges

 

Jedes Jahr hält das jüdische Volk an Tischa beAv inne, um sich an manche der dunkelsten Kapitel seiner Geschichte zu erinnern. Der Tag ist dem Gedenken an die Zerstörung des Ersten und Zweiten Tempels in Jerusalem sowie an die Jahrhunderte des Leidens gewidmet, die auf diese Katastrophen folgten.

Tischa beAv schließt eine dreiwöchige Trauerzeit ab. An diesem Tag fasten, beten jüdische Familien und lesen aus dem Buch der Klagelieder. Viele Menschen in Jerusalem gehen nachts die Mauern der Altstadt entlang und erinnern sich an den Verlust und die Sehnsucht nach Wiederherstellung. In diesem Jahr wird Tischa beAv von Sonnenuntergang am 22. Juli bis zum Einbruch der Nacht am 23. Juli begangen.
Viele Menschen in Jerusalem gehen nachts die Mauern der Altstadt entlang und erinnern sich an den Verlust und die Sehnsucht nach Wiederherstellung. In diesem Jahr wird Tischa beAv von Sonnenuntergang am 22. Juli bis zum Einbruch der Nacht am 23. Juli begangen.

Die Geschichte der Verwüstung des Ersten Tempels durch die Babylonier lesen wir in 2. Könige 25,8-9. Dort wurde der von Salomo gebaute Tempel und die Häuser Jerusalems im Jahr 586 v. Chr. verbrannt. Der zweite Tempel wurde dann im 70. Jahr nach Christus von den Römern zerstört. Der rabbinischen Überlieferung nach geschah beides am 9. Aw, an dem Tischa beAv begangen wird.

Im Laufe der Geschichte wurde Tischa beAv mit weiteren Tragödien verbunden, die das jüdische Volk trafen: Vertreibungen aus England und Spanien, Pogrome, der Holocaust und Wellen von Antisemitismus über Generationen hinweg. Selbst in der Moderne fielen schmerzhafte nationale Ereignisse oft in diese Zeit der Trauer.

 

Heute geht das jüdische Volk erneut durch eine Zeit tiefer Trauer

 

Seit dem Holocaust wurden nicht mehr so viele jüdische Menschen an einem einzelnen Tag getötet, wie am 7. Oktober 2023. Dieser Tag erschütterte die jüdische Gemeinschaft und löste einen langanhaltenden Konflikt an mehreren Fronten aus.

Familien erlebten Raketenalarme, Stunden und Tage im Bunker, Einschläge, Vertreibung und anhaltende Unsicherheit. Kinder sind mit Sirenen aufgewachsen. In Israel lebende Holocaust-Überlebende wurden retraumatisiert.

In vielerlei Hinsicht wirken die Themen von Tischa beAv schmerzlich aktuell: Verlust, Zerstörung, Angst und die Sehnsucht nach Frieden und Wiederherstellung.

 

Die zweite Ebene Tischa BeAVs

 

Doch dieser Tag erinnert nicht nur an die Zerstörung. Er erinnert auch an Heimkehr, an Resilienz, an Fortbestand trotz Verlust.

Das jüdische Volk existiert weiterhin. Der Staat Israel existiert. Jerusalem lebt.

Tischa beAv erinnert uns daran, dass Zerstörung nicht das letzte Wort hat. Die Geschichte zeigt, dass selbst nach der Verbrennung des Tempels und der Zerstreuung des Volkes Gott seinen Bund mit seinem Volk bewahrt hat. Aus Asche entstand Wiederherstellung. Gott ließ sein Volk damals nicht im Stich und er steht ihm auch heute noch bei.

Zum Zeitpunkt dieses Schreibens, ist inmitten erneuter Feindseligkeiten verschiedener Akteure dieselbe Widerstandskraft in ganz Israel sichtbar. Durch Sie wird diese Widerstandskraft gestärkt.

Dank Ihrer treuen Großzügigkeit erhalten betroffene Familien unmittelbare Hilfe und praktische Unterstützung: Holocaust-Überlebende erhalten Nahrung, medizinische Versorgung und persönliche Besuche, die ihnen zeigen, dass sie nicht vergessen sind. Durch Traumatherapie und Beratung finden Menschen und Familien wieder Kraft.

 

Danke, dass Sie in dieser kritischen Zeit durch Ihr Gebet und Ihre Spende an der Seite Israels stehen.

 

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