Den Winter überleben
Bei Temperaturen von bis zu -20°C und gezielten Angriffen auf die Infrastruktur kämpfen Menschen ums nackte Überleben. Die Lage in der Ukraine spitzt sich gerade dramatisch zu.
Eine Stimme aus der Ukraine
Die Medien berichten wenig darüber und zugegebenermaßen ertragen es viele Menschen wahrscheinlich nicht mehr, von der andauernden Not in der Ukraine zu hören. Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir nicht wegschauen. „Wir erleben derzeit die schwierigste Situation in der Ukraine seit Beginn des Krieges,“ informierte uns Maria*. Im Moment gibt es Temperaturen von bis zu 20°C unter Null. Es finden verstärkt Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur statt, wodurch es vielerorts keinen Strom und keine funktionierende Heizung gibt. Menschen erfrieren wortwörtlich in ihrem eigenen Zuhause. Besonders schwer betroffen von den Angriffen ist Kyjiw.
Maria* – eine Mitarbeiterin des CBN-Hilfswerks Operation Blessing – schrieb uns folgende Zeilen:
Ich weiß nicht einmal mehr, wie ich für diese Situation beten soll – es ist unglaublich, dass das hier tatsächlich geschieht.
Ich lebe mit meinen Kindern im Westen der Ukraine und hier ist die Lage derzeit etwas besser. Wir haben gerade seit sieben Stunden lang keinen Strom und heute Morgen waren schon einmal etwa drei Stunden. So verrückt es auch klingen mag, im Vergleich zu dem, was in Kyjiw und anderen Städten passiert, fühlt sich das hier fast wie ein „Paradies“ an.
In Kiew ruft die Stadtverwaltung die Menschen dazu auf, die Stadt wenn möglich zu verlassen (Kiew hat rund 3 Millionen Einwohner). In vielen Stadtteilen musste das Wasser aus den nicht funktionierenden Heizungssystemen abgelassen werden, um zu verhindern, dass die Rohre bei Minustemperaturen platzen.
*Da in Kriegssituationen häufig gezielt humanitäre Helfer und Einrichtungen angegriffen werden, zeigen wir aus Sicherheitsgründen kein Foto und haben den Namen geändert.
Was wir tun können
Im Februar jährt sich der Kriegsbeginn zum vierten Mal. Seit fast vier Jahren arbeiten unsere Kolleginnen und Kollegen unermüdlich daran, für ihre Landsleute da zu sein, die Menschen zu entlasten, die durchs Raster fallen, bei denen die Not am größten ist. Wir merken in Online-Meetings immer wieder, wie herausfordernd das für sie ist, wie erschöpft sie sind. Dennoch machen sie immer weiter und versorgen Menschen mit Lebensmitteln, warmer Kleidung und stärken Kinder und Familien.
Von uns aus können wir wenig tun, außer für sie beten und ihre Arbeit zu unterstützen. Und darum möchten wir auch Sie bitten: um Gebet und, wenn es Ihnen auf dem Herzen liegt, eine Spende.
Wofür wir beten können
- Für ein Kriegsende
- Für wärmere Temperaturen
- Für Kraft und neue Hoffnung
- Für Weisheit für die Politik
- Für Schutz und Bewahrung der Helfer
Jetzt helfen


