von Anja Scholl, Redakteurin CBN Deutschland

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. So heißt es. Doch wie viel haben wir tatsächlich unter Kontrolle? Garantiert ein gesunder Lebenswandel Gesundheit? Haben wir durch guten Umgang mit Mitmenschen sicher gute Freundschaften? Bedeutet Fleiß immer Reichtum? Nein. Wenn es doch keine Garantien gibt, ist es dann nicht gut, unsere Wünsche und Sehnsüchte vertrauensvoll dem zu geben, der sie tatsächlich in der Hand hat?

Aber Vertrauen ist riskant. Wer vertraut, macht sich verletzlich. Man gibt einen emotionalen Vorschuss ohne Garantie auf Erfüllung. Und wenn dieses Vertrauen nicht erfüllt oder gar missbraucht wird, ist die Enttäuschung umso schmerzhafter. Vertrauen braucht also Mut. Und es braucht Selbstvertrauen. Trauen wir es uns zu, eine Enttäuschung auszuhalten? Unsere persönliche Geschichte hat großen Einfluss auf unsere Fähigkeit zu vertrauen.

Menschen mit vielen guten Erfahrungen fällt Vertrauen leichter als Menschen mit vielen schlechten. Denn entgegen dem Sprichwort heilt die Zeit eben nicht ALLE Wunden und wir müssen selbst aktiv werden. Auch dann,  wenn wir von Gott enttäuscht sind. Vielleicht, weil wir seit Jahren oder gar Jahrzehnten für etwas beten, das bisher nicht erfüllt ist. Man kann Vertrauen auch unter erschwerten Bedingungen lernen, aber das liegt dann auch an uns: Selbst dann, wenn unsere Gefühle uns in eine ganz andere Richtung ziehen würden, können wir uns für Vertrauen entscheiden und oft kommen die Gefühle dann langsam nach. Für eine solche Entscheidung braucht es
aber gute Gründe. Schauen wir uns drei biblische Gründe an, Gott zu vertrauen.

Gott liebt uns.

Die Bibel ist eine einzige Liebesgeschichte Gottes zu uns Menschen (z.B. 1. Johannes 4,16; Johannes 3,16; Römer 5,5; uvm.) Gottes größter Liebesbeweis ist, dass er seinen Sohn Jesus in diese Welt sandte, damit wir wieder mit Gott versöhnt sein können (frei nach 1. Johannes 4,9-10).

Gott will Gutes für uns.

Er liebt es, Menschen zu segnen und zu beschenken. Neben dem größten Geschenk Jesus, schenkt er u.a. die Früchte seines Geistes: Liebe, Freude, Friede, Geduld … (Galater 5,22 f.). Und Römer 8,28 verspricht den Kindern Gottes: „Wer Gott liebt, dem dient alles, was geschieht, zum Guten.“ Dieser Vers kann für Menschen, die schon lange auf eine Gebetserhörung warten, schmerzhaft sein. Wenn Gott doch Gutes will, warum schenkt er das dann nicht? Warum heilt er nicht? Auf diese Frage haben wir oft keine Antwort. Manchmal verstehen wir sie rückblickend, aber manchmal auch nicht. Doch auch dann haben wir Grund dazu, Gott zu vertrauen, denn

Gott hat den Durchblick.

Er kennt uns besser als wir uns selbst. Er weiß alles, was auf dieser Welt geschieht und hält die Fäden in der Hand. Er selbst sagt in Jesaja 55,8: „Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und meine Wege sind nicht eure Wege. Denn wie der Himmel die Erde überragt, so sind auch meine Wege viel höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.“

Gott muss sich uns nicht beweisen. Als Schöpfer dieser Welt hat er alle Autorität. In aller Regel vertrauen wir Fachkräften (z.B. Ärzten, Beratern, Köchen oder Handwerkern), dass sie wissen, was sie tun. Warum rechnen wir Gott nicht die gleiche Expertise zu?

Vertrauen wächst langsam. Mit jeder guten Erfahrung wächst es. Dafür ist aber unser Vertrauensvorschuss zwingend nötig. Wir werden nicht jede seiner Entscheidungen verstehen. Aber Gott wird sich als vertrauenswürdig erweisen, wenn wir unser Vertrauen auf ihn setzen.


 

Dieser Artikel stammt aus dem ERLEBT Magazin zum Thema „Vertrauen“ (Ausgabe Nr. 42 – Dezember 2023)

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Erlebt-Magazin: "Vertrauen"

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