Hilfe für Holocaust-Überlebende in Israel

 

Es gibt nicht mehr viele Juden, die den Holocaust mit- und überlebt haben. 2024 gab es noch rund 133.000 von ihnen in Israel. Viele von den mittlerweile hochbetagten Senioren leben jedoch in Armut und kämpfen mit steigenden Preisen für Lebensmittel, Medikamente oder Miete. Darüber hinaus belastet viele von ihnen ihre Einsamkeit, weil enge Freunde und Verwandte bereits verstorben sind. CBN liegen die Holocaust-Überlebenden sehr am Herzen und kümmert sich daher gerne um diese Menschen. Zwei von ihnen sind Sofi und Natalia.

Sofi wurde in Lettland geboren, an dem Tag, als der Zweite Weltkrieg begann. Ihr Vater musste an die Front, ihre Mutter wurde gefangen genommen. „Die Nazis brachten die Kinder nach Deutschland. Die Kinder, die als deutsch durchgehen konnten, wurden in Familien gegeben, die aus ihnen gute Deutsche machen sollten. Ich aber hatte dunkles Haar und musste ins Waisenhaus. Die Nazis führten Experimente an uns durch: Sie versuchten, Augenfarben zu ändern.“ Am Ende des Krieges befreite die sowjetische Armee das Waisenhaus. Sofi wurde wieder mit ihrer Mutter vereint, die in einem KZ in Lettland gewesen war. Jahre später erfuhren sie, dass ihre Geschwister inzwischen in Israel lebten. Doch Sofi und ihre Mutter durften die Sowjetunion nicht verlassen und konnten erst 1972 zu ihnen nach Israel ziehen. Dort heiratete Sofi und gründete eine Familie. „Ich hatte keine richtige Kindheit. Als ich dann eigene Kinder bekam, war ich so froh, dass ich sie in Israel aufziehen konnte.“

Als Sofi und ihr Mann älter wurden, musste er in eine Einrichtung für betreutes Wohnen, während sie zuhause mit eigenen gesundheitlichen Nöten kämpfte. Sie war einsam und die Rechnungen stapelten sich. Als CBN von Sofi erfuhr, brachten ihr die Mitarbeiter regelmäßig Lebensmittel vorbei. „Ihr bringt Lebensmittel, ihr besucht mich und verbringt Zeit mit mir. Und ihr vergesst nie, an meinem Geburtstag anzurufen. Ich spüre echte Fürsorge. Ich bin glücklich über Menschen wie euch, die an uns denken. Es gibt nicht mehr viele von uns. Es ist schön, dass ihr euch kümmert.“

Sofi nimmt Tüten mit Lebensmitteln entgegen

Auch Natalia wurde von CBN unterstützt. 2022 forderte der russische Angriffskrieg in der Ukraine bei einem Bombenangriff in ihrer Nachbarschaft viele Todesopfer forderte. Dabei kamen alte Ängste und Kriegstraumata wieder hoch, denn während des Zweiten Weltkriegs hatte sie als 13-jähriges jüdisches Mädchen vor den Nazis fliehen müssen. Sie entschied sich daher, „Aliyah zu machen“ – also nach Israel auszuwandern.

Doch als betagte Seniorin, die mit nichts nach Israel kam, hatte Natalia mit vielen Sorgen zu kämpfen: Mit ihren 95 Jahren war sie außerhalb ihrer Wohnung auf einen Rollstuhl angewiesen. Sie brauchte daher ein altersgerechtes Appartement mit Aufzug. Auch reichte ihr Budget nicht aus, um die Wohnung einzurichten. Als CBN Israel mit ihr in Kontakt kam, konnten sie ihr dank großzügiger Spender eine Grundausstattung für die Wohnung und ein spezielles Bett kaufen. Zudem besuchten die Mitarbeiter Natalia und brachten ihr Lebensmittel vorbei.

Natalia mit einem Mitarbeiter von CBN Israel

Natalia war tief berührt von der Unterstützung: „Vielen Dank für eure Hilfe! Ich habe mich riesig über die regelmäßigen Lebensmittellieferungen und andere Dinge gefreut und bin so dankbar für die Möbel. Eure Freundlichkeit bedeutet mir mehr, als ihr euch vorstellen könnt!“

Nur mit Ihrer Hilfe können wir humanitäre Projekte wie dieses durchführen. 

 

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