Fasziniert von einem liebenden Gott

Wer ist Gott? Manche Menschen sagen, dass es nur einen Gott gibt, andere sind sich sicher, dass es viele verschiedene Götter gibt und man nur den richtigen finden muss. Ein endloser Streit. Für Christen ist klar: Gott ist ein Gott der Liebe und des Friedens. Und genau dieses Gottesbild ist es, was Herzen erreicht und bewegt. Heute geht es um Menschen, die von diesem liebenden Gott fasziniert sind.

Weitere Beiträge
1 Kommentar
  • Georg Doll
    Antworten

    Was mich an diesem Gott fasziniert? Dass ich mich verändere, aber er immer gleich bleibt!
    Dass ich Gott durch mein Leben hindurch immer anders erfahre … und immer genau so, wie ich es gerade brauche.

    Mein Vater ist gestorben, als ich zwei Jahre alt war. Heute, mit 50 Jahren, würde ich sagen, Gott hat mich spontan adoptiert. Dabei hat er dem Kleinkind zunächst drei Engel zur Seite gestellt, nämlich die Mutter, deren einziges Lebensziel es wurde das Kind fast ohne finanzielle Mittel großzuziehen und die Großmutter väterlicherseits sowie deren Schwester, zwei sehr fromme Frauen, die den Jungen wöchentlich in Kirche zum himmlischen Vater schleppten, sodass für ein starkes Fundament in meiner Beziehung zu Gott gesorgt war. Aus heutiger Sicht gar nicht mal so überraschend: ich habe mich gegen diese wöchentliche „Nötigung“ nicht gewehrt und behielt den wöchentlichen Besuch beim „Ziehvater“ auch noch ein paar Jahre aufrecht, nachdem es die beiden Schwestern meiner eigenen Entscheidung überließen.

    Später, zu einem Zeitpunkt als mein Leben komplett zerbrochen war und ich im Streit mit meinem himmlischen Ziehvater lag (der bis zu diesem Zeitpunkt von mir zu einem zwar existenten aber nur noch fernen Fixpunkt degradiert worden war), ihm gewissermaßen „Amtsmissbrauch“ vorwarf (was aus dem fernen aber ganz abrupt wieder einen sehr persönlichen Gott machte!), bewies er mir Humor, seine göttliche Fähigkeit auch auf krummen Zeilen gerade schreiben zu können und seine unendliche Liebe, als er mir einen weiteren Engel ausgerechnet in Form einer Betrügerin schickte. Sie hatte es letzten Endes nur auf mein Geld abgesehen (von dem nichts außer einem mageren Einkommen, das kaum zum Leben reichte und Schulden aus meinem Studiendarlehen da war und danach waren die Schulden noch etwas höher), aber durch ihr ständiges Werben um mich hat sie mir vermutlich das Leben gerettet, zumindest gab sie mir Optimismus und daraus die Kraft wieder voranzuschreiten zurück. Sie hat mich bestohlen, aber ich bin ihr heute noch dankbar und wenn es was zu verzeihen gäbe, hätte ich ihr auch verziehen. Aus dieser Phase habe ich gelernt, dass Gott auch mal zockt, wenn es ihm um die Menschen geht und Werkzeuge einsetzt, die nicht seinem Plan entsprangen aber die zur Verfügung stehen und die geeignet sind.

    Ich lasse die genauen Details hier weg, aber Gott hat mich durch das ganze, oft nicht einfache Leben geführt – an den Punkt, an dem er mich haben wollte. Aus heutiger Sicht würde ich sagen, er hat mir dabei nicht immer die freie Wahl gelassen, er hat mir Wege zugestellt, die nicht seinem Plan entsprachen, mich schmerzlich immer wieder scheitern lassen, bis nur noch sein Weg übrig blieb. Ein bisschen war ich wohl wie Jonas im Bauch des Wals. Du kannst dich offensichtlich nicht nur ein bisschen für Gott entscheiden. Wenn du einmal ja gesagt hast, nimmt er dich ganz und gar und hält dich mit starker Hand. Heute überschüttet Gott mich mit seiner Liebe. Er führt mich, leitet mich – quasi im Schlaf -, mit vielen Dingen, an denen ich tagsüber arbeite, wache ich morgens (oder auch mal mitten in der Nacht auf) fertig in meinem Kopf auf und muss sie dann nur noch abarbeiten und manchmal ist da ein Gefühl, das mir sagt „Tu dies!“ (bei diesem Brief war das zum Beispiel der Fall) und dann kann ich mich auf nichts anderes mehr richtig konzentrieren, bis ich es getan habe. Und ich fühle mich großartige dabei. Und wenn ich mich dann abends einfach nur zurück lehne und einen Moment die Augen schließe ist er plötzlich da, ganz nah, ich kann seine Umarmung spüren, im Herzen sein „Komm! Komm zu mir.“ hören. Es überwältigt mich jedes Mal!

    Das fasziniert mich! Ein Gott, der es wirklich nicht nötig hat, der aber selbst vor schmutzigen Tricks nicht zurückschreckt um dich zu bekommen und der dir eine persönliche Beziehung anbietet, für die du dich nur zu öffnen brauchst (sei es aus freiem Willen oder aus Verzweiflung) – dann kümmert er sich um den Rest.
    „Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“ (Mt 11,30 – ER hat eben diesen Satz in mich hineingeschrieben, ich musste nur die genaue Stelle googeln … so läuft das zwischen uns 🙂 )

    Der Kommentar ist schon viel zu lang, also hör ich hier auf.

Schreibe ein Kommentar


Schreibe uns!

Wir freuen uns, wenn Sie uns kontaktieren! Schreiben uns hier eine Nachricht. Wir melden uns dann baldmöglichst.

Sie können den Text nicht lesen? Neuer Text anzeigen.

Start typing and press Enter to search

Adwords tracking