{"id":6694,"date":"2020-08-01T10:00:44","date_gmt":"2020-08-01T08:00:44","guid":{"rendered":"https:\/\/cbndeutschland.org\/?p=6694"},"modified":"2025-06-05T11:02:40","modified_gmt":"2025-06-05T09:02:40","slug":"interview-sucht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cbndeutschland.org\/de\/interview-sucht\/","title":{"rendered":"Ein erf\u00fclltes Leben frei von Sucht"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><h1 style=\"text-align: center;\">Ein erf\u00fclltes Leben frei von Sucht<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Interview mit Mitarbeitern von Blaues Kreuz in Deutschland e.V.<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Elvis Presley, Romy Schneider, Whitney Houston, Amy Winehouse &#8211; erfolgreiche, weltbekannte Prominente, die unter S\u00fcchten litten. Auch Profisportler, Prediger und Politiker sind durch ihre Sucht in den Medien gelandet &#8211; Sucht ist kein Ph\u00e4nomen einer gewissen gesellschaftlichen Schicht, sondern kann Jung und Alt, Arm und Reich gleicherma\u00dfen treffen, auch Christen. Doch was ist Sucht eigentlich? Wo bekommen Betroffene Hilfe und Unterst\u00fctzung? Gibt es ein Zur\u00fcck und hilft der christliche Glaube? Wir haben dazu Frau Claudia Dammasch und Ihre Kollegin Schwester Tanja, Blaues Kreuz in Deutschland e.V., befragt.<\/em><\/p>\n[vc_row][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;]\n<div id=\"attachment_6699\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6699\" class=\"wp-image-6699 size-medium\" src=\"https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/claudia-dammasch-300x300.jpg\" alt=\"C. Dammasch, Blaues Kreuz Deutschland e.V.\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/claudia-dammasch-300x300.jpg 300w, https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/claudia-dammasch-150x150.jpg 150w, https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/claudia-dammasch-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/claudia-dammasch-600x600.jpg 600w, https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/claudia-dammasch.jpg 420w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-6699\" class=\"wp-caption-text\">C. Dammasch, Blaues Kreuz Deutschland e.V.<\/p><\/div>\n[\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;]\n<div id=\"attachment_6701\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6701\" class=\"wp-image-6701 size-medium\" src=\"https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/sr-tanja_0077-scaled-e1594812015898-300x300.jpg\" alt=\"Schwester Tanja Vorsteher, Erwachsenenbildung Blaus Kreuz Deutschland e.V.\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/sr-tanja_0077-scaled-e1594812015898-300x300.jpg 300w, https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/sr-tanja_0077-scaled-e1594812015898-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/sr-tanja_0077-scaled-e1594812015898-150x150.jpg 150w, https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/sr-tanja_0077-scaled-e1594812015898-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/sr-tanja_0077-scaled-e1594812015898-2048x2048.jpg 2048w, https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/sr-tanja_0077-scaled-e1594812015898-550x550.jpg 550w, https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/sr-tanja_0077-scaled-e1594812015898-1100x1100.jpg 1100w, https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/sr-tanja_0077-scaled-e1594812015898-500x500.jpg 500w, https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/sr-tanja_0077-scaled-e1594812015898-225x225.jpg 225w, https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/sr-tanja_0077-scaled-e1594812015898-200x200.jpg 200w, https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/sr-tanja_0077-scaled-e1594812015898-400x400.jpg 400w, https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/sr-tanja_0077-scaled-e1594812015898-600x600.jpg 600w, https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/sr-tanja_0077-scaled-e1594812015898-1200x1200.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-6701\" class=\"wp-caption-text\">Schwester Tanja Vorsteher, Erwachsenenbildung Blaues Kreuz Deutschland e.V.<\/p><\/div>\n[\/vc_column][\/vc_row]\n<p><strong>Was ist eine &#8222;Sucht&#8220; genau? Ist eine Sucht eine Krankheit?<br \/>\n<\/strong>Am 18. Juni 1968 erkannte das Bundessozialgericht Alkoholismus als Krankheit in Deutschland an. Das Wort Sucht an sich stammt etymologisch von dem Wort \u201esiechen\u201c \u2013 also an einer Krankheit leiden.<\/p>\n<p>Sucht und Abh\u00e4ngigkeit werden synonym verwendet. \u201eSucht ist das nicht mehr kontrollierbare Verlangen nach einem bestimmten Gef\u00fchls-, Erlebnis- und Bewusstseinszustand\u201c \u2013 so lautet die offizielle Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO).<\/p>\n<p><strong>Was sind charakteristische Kennzeichen einer Abh\u00e4ngigkeit?<br \/>\n<\/strong>Laut ICD-10, Liste von anerkannten Krankheiten und Gesundheitsproblemen, die von der WHO herausgeben wird, soll die Diagnose Abh\u00e4ngigkeit dann gestellt werden, wenn mindestens drei der folgenden Kriterien w\u00e4hrend des letzten Jahres vorhanden waren:<\/p>\n<ul>\n<li>Ein starker Wunsch oder eine Art Zwang zu konsumieren.<\/li>\n<li>Verminderte Kontrollf\u00e4higkeit in Bezug auf den Beginn, die Beendigung oder die Menge des Konsums.<\/li>\n<li>Ein k\u00f6rperliches Entzugssyndrom bei Beendigung oder Reduktion des Konsums<\/li>\n<li>Nachweis einer Tendenz im Sinne von erh\u00f6hten Dosen, die erforderlich sind und die urspr\u00fcnglich durch niedrige Dosen erreichte Wirkung hervorrufen.<\/li>\n<li>Fortschreitende Vernachl\u00e4ssigung anderer Vergn\u00fcgungen oder Interessen zugunsten des Konsums sowie ein erh\u00f6hter Zeitaufwand, um zu konsumieren oder sich von den Folgen zu erholen.<\/li>\n<li>Anhaltender Konsum trotz des Nachweises eindeutig sch\u00e4dlicher Folgen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Welche Formen von Sucht bzw. Abh\u00e4ngigkeit gibt es?<br \/>\n<\/strong>In der neuen Version 11 des ICD*, das in den n\u00e4chsten Jahren in Deutschland eingef\u00fchrt wird, spricht man von Sucht und zugeh\u00f6rigen St\u00f6rungen.\u00a0 Vereinfacht kann man von 2 Formen sprechen:<\/p>\n<ul>\n<li><b>Stoffgebundene S\u00fcchte<\/b>: z.B. Alkoholabh\u00e4ngigkeit, Abh\u00e4ngigkeit von illegalen Drogen oder Medikamentenabh\u00e4ngigkeit;<\/li>\n<li><b>S\u00fcchtiges Verhalten<\/b>: z.B. pathologisches Gl\u00fccksspiel oder problematisches Computerspielen und Computerspielst\u00f6rung (Gaming Disorder)<\/li>\n<\/ul>\n<p><em><span style=\"font-weight: 400;\">(*ICD &#8211; <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Internationale Klassifikation der Krankheiten)<\/span><\/em><\/p>\n<p><strong>Kann Suchtverhalten genetisch veranlagt sein?<br \/>\n<\/strong>Es ist anzunehmen, dass ein missbr\u00e4uchlicher oder abh\u00e4ngiger Konsum von legalen oder illegalen Drogen die Erbsubstanz ver\u00e4ndert. <span style=\"font-weight: 400;\">Forschungen im Bereich der Pr\u00e4gung der Erbsubstanz durch Umwelteinfl\u00fcsse, Nahrungsmittelaufnahme und extreme Erlebnisse (Epigenetik) legen nahe, dass sich die Genstruktur durch unseren Lebensstil und die Bew\u00e4ltigung von Lebensereignissen \u00fcber chemische Prozesse ver\u00e4ndert. Diese ver\u00e4nderten Strukturen k\u00f6nnen an die n\u00e4chste Generation weitervererbt werden. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Einige genetische Ver\u00e4nderungen bei Kindern suchtkranker Eltern sind bereits belegt, z.B. die Reizbarkeit des sogenannten Belohnungssystems, die h\u00f6here Vertr\u00e4glichkeit und die Empf\u00e4nglichkeit f\u00fcr Effekte, die die Droge ausl\u00f6st.<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"> Konkret bewiesen gilt die genetische Beteiligung bei Alkohol. Das bedeutet, dass f\u00fcr Kinder von alkoholabh\u00e4ngigen Eltern eine sehr viel h\u00f6here Wahrscheinlichkeit besteht, ebenfalls alkoholabh\u00e4ngig zu werden, als f\u00fcr Kinder von nicht alkoholabh\u00e4ngigen Eltern.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Zusammenfassend kann gesagt werden: Bei Menschen, bei denen aus genetischen Gr\u00fcnden zu wenig Neurotransmitter (Botenstoffe) hergestellt werden, kann leichter eine Sucht entstehen<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">. Dennoch besteht nach wie vor ein dringender Forschungsbedarf im Bereich Sucht. Hier wird noch zu wenig seitens des Staates investiert.<\/span><\/p>\n<p><strong>Was sind aus ihrer Erfahrung die am h\u00e4ufigsten vorkommenden Suchtmittel in unserem Land?<span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><\/strong>Die im Jahrbuch 2020 ver\u00f6ffentlichten Statistiken der Deutschen Hauptstelle Sucht (DHS) machen deutlich, dass ich Deutschland immer noch die legale Droge Alkohol an erster Stelle steht. Mit 131 Litern pro Kopf und Jahr steht Deutschland damit im internationalen Vergleich auf Platz drei. J\u00e4hrlich sterben rund 74.000 Menschen an den Folgen missbr\u00e4uchlichen oder s\u00fcchtigen Alkoholkonsums. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-6803 size-large\" src=\"https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/roberto-carlos-roman-fovdcyvo_vw-unsplash-scaled-1024x576.jpg\" alt=\"Alkohol\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/roberto-carlos-roman-fovdcyvo_vw-unsplash-scaled-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/roberto-carlos-roman-fovdcyvo_vw-unsplash-scaled-300x169.jpg 300w, https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/roberto-carlos-roman-fovdcyvo_vw-unsplash-768x432.jpg 768w, https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/roberto-carlos-roman-fovdcyvo_vw-unsplash-scaled-600x337.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>An zweiter Stelle steht der Konsum der legalen Droge Nikotin (900 St\u00fcck pro Kopf), gefolgt von einem ansteigenden missbr\u00e4uchlich oder abh\u00e4ngigen Konsum von Medikamenten durch Langzeitanwendung, vor allem Schlafmittel, Beruhigungsmittel und opioidhaltige Schmerzmittel (1,9 Mio). Dies betrifft vor allem \u00e4ltere Menschen und Frauen.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Neu zu beobachten ist der Anstieg des Konsums von Nikotin in Wasserpfeifen (Shisha). Er liegt derzeit bei 25 %. Cannabis ist bei Jugendlichen (ca 8%) und auch Erwachsenen (ca 6%)die beliebteste illegale Droge. F\u00fcr die Beschaffung hat sich der Handel \u00fcber das sogenannte Darknet etabliert. Der Konsum illegaler Rauschgifte nimmt zwar etwas ab, dennoch steigt das Durchschnittsalter der Konsumierenden und damit die Behandlung von Langzeitsch\u00e4digungen und auch die Todesf\u00e4lle.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\"> Sehr bedenklich ist die Zunahme von Menschen mit einer Gl\u00fccksspielsucht. Der legale deutsche Gl\u00fccksspielmarkt verdient daran etwa 40 -45 Mrd. Euro. Immer beliebter werden sogenannte Onlinecasinos.<\/span><\/p>\n<p><strong>Was sind die meistgenannten Ursachen f\u00fcr Abh\u00e4ngigkeitserkrankungen? Spielen Leistungsdruck, Traumata oder auch eine innere Leere, Sehnsucht nach etwas dabei eine Rolle?<br \/>\n<\/strong>Es gibt mehrere beg\u00fcnstigende Faktoren, die zu einer Sucht f\u00fchren. Zwei davon sind besonders auff\u00e4llig und in vielen Biographien Suchtkranker zu entdecken:<\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"font-weight: 400;\">Unbefriedigte Bed\u00fcrfnisse werden durch die Sucht kompensiert. Ein echtes Bed\u00fcrfnis wird ersatzbefriedigt.<br \/>\nBeispiel: Bed\u00fcrfnis nach Entspannung. Die Wirkung von Suchtmitteln erm\u00f6glicht vermeintlich unverz\u00fcglich, was sonst durch eigenes teils m\u00fchsames Engagement und deutlich mehr Zeitaufwand erreicht w\u00fcrde, sich entspannt zu f\u00fchlen oder von Sorgen und Problemen abschalten zu k\u00f6nnen. \u00a0<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Beziehungsprobleme sind \u201e<em>Suchtbeschleuniger<\/em>\u201c. Sucht erm\u00f6glicht, sich von (der h\u00e4ufig \u00fcberfordernden) Familie und Freunde zur\u00fcckzuziehen.\u00a0<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Suchtkrank ist man in der Regel nicht von heute auf morgen, vielmehr entwickelt sich eine Abh\u00e4ngigkeit. Wie kann es dazu kommen?<br \/>\n<\/strong><span style=\"font-weight: 400;\"><b>Zuerst einmal: kein Mensch entscheidet sich bewusst daf\u00fcr, s\u00fcchtig zu werden.<\/b><br \/>\nDas Suchtmittel wird zun\u00e4chst einmal dazu genutzt, sich selber wohlzutun oder aus einer bedr\u00e4ngenden Gef\u00fchlslage herauszuhelfen. Weil die n\u00f6tigen Strategien fehlen, um sich zu entspannen, Abstand zu gewinnen oder ein bestimmtes Problem zu l\u00f6sen, wird nach einer schnellen effektiven L\u00f6sung gesucht. Das Suchtmittel ist eben ein nur Mittel, um ein ersehntes psychisches oder emotionales Erleben hervorzurufen. Bei manchen ist das die Entspannung, bei anderen die Leistungssteigerung, das Gl\u00fccksgef\u00fchl, der Rausch und bei wieder anderen das extreme Kopfkino. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Immer aber geht es um eine Art Belohnung und ein Gef\u00fchl der Zufriedenheit. Durch die Eigendynamik, die der Stoff im K\u00f6rper ausl\u00f6st, kommt zu einer wachsenden psychischen Bindung an das Suchtmittel ein zunehmender k\u00f6rperlicher Bedarf. Die \u00dcberg\u00e4nge zwischen regelm\u00e4\u00dfigem, missbr\u00e4uchlichem und abh\u00e4ngigem Verhalten sind flie\u00dfend und werden von den Betroffenen selber oft viel sp\u00e4ter ernstgenommen, als von den Angeh\u00f6rigen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Der klassische Verlauf geht von Neugier und Experimentierlust \u00fcber erste Rauscherfahrungen zu steigendem Konsum. Der Genuss der positiven Wirkung wird zur Gew\u00f6hnung. Weil die Wirkung nachl\u00e4sst, steigt der Konsum, um den erw\u00fcnschten Effekt zu erhalten. Aus regelm\u00e4\u00dfigem Konsum wird unangemessener Konsum (morgens schon ein Bier) und schlie\u00dflich der missbr\u00e4uchliche Konsum (wann immer m\u00f6glich). Die Person kommt nicht mehr ohne das Suchtmittel aus. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Hier kippt die Lage und das Suchtmittel \u00fcbernimmt die Regie. Die Person verliert die Kontrolle \u00fcber den Konsum und wird vom k\u00f6rperlichen und psychischen Verlangen nach dem Effekt des Suchtmittels gesteuert. Sie ist suchtkrank geworden. An diesem \u201e<em>point of no return<\/em>\u201c wird nicht mehr nach L\u00f6sungen f\u00fcr die Probleme gesucht und die betroffene Person hat keine Kraft mehr, sich dagegen zu stellen. Ab jetzt geht es nur noch um Beschaffung und Konsum. Alle anderen Lebensbereiche werden diesem Ziel untergeordnet.<\/span><\/p>\n<p><strong>Woran k\u00f6nnen Suchtgef\u00e4hrdete erkennen, dass sie Gefahr laufen, abh\u00e4ngig zu werden?<br \/>\n<\/strong>Leider erkennen Suchtgef\u00e4hrdete ihre Situation oft viel zu sp\u00e4t. Ihr Suchtsystem hat sie so im Griff, dass sie sich ihre Realit\u00e4t neu zurechtr\u00fccken, bis sie in dieses System passt. Dass sie sich selber dabei t\u00e4uschen und andere mit, ist ihnen oft lange nicht klar. Es dient ja alles ihrem Ziel, sich wohlzuf\u00fchlen und zufrieden zu sein. Deshalb wird oft die Grenze zwischen Selbstkontrolle und Fremdkontrolle nicht wahrgenommen.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Erst, wenn die betroffene Person hart mit der Realit\u00e4t konfrontiert ist und ihre pers\u00f6nliche Schamgrenze erreicht, kann sich etwas \u00e4ndern. Das kann der Bruch mit der eigenen Familie sein, die Ablehnung durch Familienmitglieder, der Verlust der Arbeit oder einer Position, der F\u00fchrerscheinentzug oder das Aufwachen unter einem Geb\u00fcsch im Park oder im Krankenhaus. Die Ent-t\u00e4uschung ist der Schl\u00fcssel zur Einsicht und Ver\u00e4nderung.<\/span><\/p>\n<p><strong>Gibt es ein Zur\u00fcck?<br \/>\n<\/strong>In den allermeisten Phasen des Suchtverlaufs kann die betroffene Person noch aussteigen. Je weiter sie in den Kreislauf ger\u00e4t, desto schwieriger ist das allerdings. Wichtig ist zu wissen, dass es immer eine M\u00f6glichkeit zum Ausstieg gibt, auch wenn man den sogenannten \u201epoint of no return\u201c erreicht hat und aus dem abh\u00e4ngigen Verhalten eine irreversible k\u00f6rperliche Krankheit geworden ist. Zur Gesundwerdung sind folgende Schritte m\u00f6glich:<\/p>\n<ul>\n<li>Ehrliches Eingest\u00e4ndnis gegen\u00fcber der eigenen Suchterkrankung<\/li>\n<li>\u00a0Aufgabe des Selbstmitleids und der Opferrolle<\/li>\n<li>Vollst\u00e4ndige und konsequente \u00dcbernahme der Verantwortung f\u00fcr das eigene Leben.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Wie kann man einer Suchtentwicklung vorbeugen?<br \/>\n<\/strong>Wesentlich f\u00fcr die Vorbeugung vor Suchtentwicklungen ist die St\u00e4rkung der Pers\u00f6nlichkeit von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Aufkl\u00e4rung, Information, offene Gespr\u00e4che in der Familie, positive Bindungen zu Eltern und Geschwistern, die St\u00e4rkung der Identit\u00e4t, das Erlernen eines vern\u00fcnftigen Umgangs mit Risiken, der richtige Umgang mit Frust und Stress, die F\u00f6rderung der Selbstwirksamkeit, gegenseitiger Respekt und Wertsch\u00e4tzung sind einige dieser vorbeugenden Faktoren.<\/p>\n<p>Das innovative Pr\u00e4ventionsprogramm <em>blu:prevent<\/em> des christlichen Suchthilfeverbands <em>Blaues Kreuz in Deutschland e.V.<\/em> bietet Erziehenden und Jugendlichen dazu ein professionelles, gut verst\u00e4ndliches Schulungsmaterial, pers\u00f6nliche Beratung und diverse digitale M\u00f6glichkeiten. \u00dcber eine eigene kostenlose App, die blu:app, kann jeder sich jederzeit \u00fcber Sucht informieren und seine Fragen loswerden. <a href=\"http:\/\/www.bluprevent.de\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">www.bluprevent.de\/<\/span><\/a> <a href=\"http:\/\/www.vollfrei.de\"><span style=\"font-weight: 400;\">www.vollfrei.de<\/span><\/a><\/p>\n<p><strong>Wer ist je nach Sucht der zu empfehlende Ansprechpartner, an den man sich wenden kann und sollte: ein Arzt\/ Facharzt, ein Seelsorger, Pastor oder Psychologe?<br \/>\n<\/strong>Kompetenteste berufliche Ansprechpersonen sind sicherlich die Mitarbeitenden von Suchtberatungsstellen. Aber auch das Gespr\u00e4ch mit dem Hausarzt w\u00e4re ein erster m\u00f6glicher Schritt. Des Weiteren ist der Besuch einer Selbsthilfegruppe sehr hilfreich. Ein Gespr\u00e4ch mit einem Pastor oder Seelsorger kann eine weitere hilfreiche Unterst\u00fctzung darstellen.<\/p>\n<p><strong>Angeh\u00f6rige eines Menschen mit einer Suchterkrankung sind wesentlich in Mitleidenschaft gezogen und mitbetroffen. Was empfehlen Sie Angeh\u00f6rigen eines Suchtkranken?<br \/>\n<\/strong>Neben den Angeh\u00f6rigen aus der eigenen Familie der suchtkranken Person gibt es noch eine Vielzahl Personen aus dem Umkreis, die mitleiden. Sie sind Mitbetroffene, weil sie sich um die Person Sorgen machen, ihr helfen wollen und nicht k\u00f6nnen und in ihr System der Beschaffung und des Konsums irgendwie mit verstrickt sind.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Sie m\u00fcssen mit ansehen, wie Ruf und W\u00fcrde, Gesundheit und Identit\u00e4t der betroffenen Person immer mehr Schaden nehmen. In einer ersten Zeit versuchen sie noch, den Schaden abzuwenden und hoffen, dass er oder sie das Ganze noch in den Griff bekommt. Damit steigen sie aber bereits in das Suchtsystem der betroffenen Person ein. Dazu kommt, dass das Bild des anderen ins Wanken ger\u00e4t, die pers\u00f6nliche Beziehung gef\u00e4hrdet ist, die Liebe sehr herausgefordert ist und nie vermutete Verletzungen zu bew\u00e4ltigen sind.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Wenn man hier nicht rechtzeitig inneh\u00e4lt, sich selber Hilfe holt und die eigene Situation aus Distanz mit einem Seelsorger, Suchtberater oder Psychologen reflektiert, dann wird das eigene Leben immer mehr von der Suchterkrankung des anderen gesteuert.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><strong>Was hilft den Angeh\u00f6rigen und dem Umfeld eines Suchterkrankten?<br \/>\n<\/strong>Die wesentlichste Erkenntnis, zu der Angeh\u00f6rige kommen m\u00fcssen, ist, dass sie nicht helfen k\u00f6nnen und dass es nicht ihre Aufgabe ist, die suchtkranke Person vom Suchtmittel wegzubekommen. Sie k\u00f6nnen sie nur dabei unterst\u00fctzen zu erkennen, dass sie krank ist und wo und wie sie Hilfe bekommt.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Es gilt, aus dem Suchtsystem (Beschaffung\/Konsum) des anderen auszusteigen, Abstand zu gewinnen, sich davon unabh\u00e4ngig zu machen, den eigenen Lebensraum zu sch\u00fctzen und gut f\u00fcr sich selber zu sorgen. Das ist hart, aber es ist die echte Hilfe, weil es die betroffene Person mit ihrer Realit\u00e4t konfrontiert.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Nur wer selber gen\u00fcgend Kraft hat, ein stabiles Selbstbewusstsein entwickelt, gut f\u00fcr sich sorgen kann und in tragenden Beziehungen zu Freunden und auch zu Gott Halt findet, kann einer suchtkranken Person wirksam zur Seite stehen. Denken Sie daran, bei Sicherheitshinweisen im Flugzeug hei\u00dft es immer: \u201eSetzen sie sich zuerst selbst die Sauerstoffmaske auf, dann helfen Sie anderen.\u201c<\/span><\/p>\n<p><strong>Selbsthilfegruppen als gute Hilfe f\u00fcr Betroffene<br \/>\n<\/strong>Eine wesentliche Hilfe auf diesem Weg k\u00f6nnen Selbsthilfegruppen f\u00fcr Angeh\u00f6rige von Suchtkranken sein. Hier werden Erlebnisse und Erfahrungen ausgetauscht und Wege zur beruflichen Hilfe aufgezeigt. Die Gemeinschaft mit anderen Betroffenen gibt Kraft, schwere Zeiten durchzustehen. Auch Gemeinden k\u00f6nnen in diesem Sinn eine wesentliche St\u00fctze werden, wenn sie sich f\u00fcr das Thema \u00f6ffnen, es aus der Tabuzone holen und ehrlich damit umgehen.<\/p>\n<p><strong>Oft h\u00f6rt man im Zusammenhang mit Angeh\u00f6rigen den Begriff Co-Abh\u00e4ngigkeit. K\u00f6nnen Sie kurz erkl\u00e4ren, was darunter zu verstehen ist?<br \/>\n<\/strong>Wer in die Lebensgeschichten und Erfahrungen von Angeh\u00f6rigen suchterkrankter Personen hineinh\u00f6rt, bekommt mit, dass diese ganz unterschiedliche Ressourcen und Bew\u00e4ltigungsmuster mitbringen, um ihre Situation zu meistern. Das macht deutlich, dass es kein einheitliches Verhaltensmuster von Angeh\u00f6rigen gibt und dass es nicht richtig ist, sie in eine bestimmte Schublade zu stecken.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Man geht heute davon aus, dass die sogenannte <em>Co-Abh\u00e4ngigkeit<\/em> eine Beziehungsst\u00f6rung ist, die bereits in der Kindheit angelegt wurde. Lange bevor die co-abh\u00e4ngige Person die potentiell suchtgef\u00e4hrdete kennenlernte. Die Abh\u00e4ngigkeitsform ist, wie andere auch, behandlungsbed\u00fcrftig.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Das macht deutlich: nicht alle Angeh\u00f6rigen entwickeln automatisch eine behandlungsbed\u00fcrftige Co-Abh\u00e4ngigkeit, aber alle Personen mit einer Co-Abh\u00e4ngigkeit brauchen ein gezieltes, auf ihre Problematik hin abgestimmtes Behandlungsangebotes. <\/span><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Einige Merkmale dieser Abh\u00e4ngigkeitsform sind:<br \/>\n<\/span><\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"font-weight: 400;\">den Partner bis zur eigenen Selbstaufgabe st\u00fctzen; <\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-weight: 400;\">nicht in der Lage sein, die Aussichtslosigkeit des eigenen Verhaltens zu bewerten; <\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-weight: 400;\">eigene Bed\u00fcrfnisse nicht mehr wahrnehmen k\u00f6nnen; <\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-weight: 400;\">die Selbstf\u00fcrsorge deutlich vernachl\u00e4ssigen.\u00a0<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Dies kann so weit f\u00fchren, die co-abh\u00e4ngige Person sich selbst nicht mehr f\u00fchlen und wahrnehmen kann.<\/span><\/p>\n<p><strong>Wie erkennt man die Co-Abh\u00e4ngigkeit eines Menschen und in welcher Form kann man ihm in dieser Situation helfen?<br \/>\n<\/strong>Die Deutsche Hauptstelle f\u00fcr Suchtfragen hat sich in einem Memorandum \u201e<em>Angeh\u00f6rige in der Sucht-Selbsthilfe<\/em>\u201c klar von dem wissenschaftlich nicht hinreichend gest\u00fctzten Modell der Co-Abh\u00e4ngigkeit distanziert. Wir sch\u00e4tzen dieses Konzept als nicht gen\u00fcgend hilfreich f\u00fcr Angeh\u00f6rige ein.<\/p>\n<p><strong>Wann w\u00fcrden Sie ggf. auch den Angeh\u00f6rigen selbst empfehlen, eine Therapie zu machen?<br \/>\n<\/strong>Angeh\u00f6rige brauchen keine Therapie, sofern sie nicht selber Symptomatiken einer psychischen Erkrankung zeigen. Sie brauchen vor allem Verst\u00e4ndnis, Zuwendung, aktive Hilfe, tragende Freundschaften, Liebe und Geborgenheit in Gemeinschaft. Und sie brauchen Kenntnisse \u00fcber Entstehung, Verlauf und Behandlung einer Suchterkrankung. Gespr\u00e4che mit einem Suchtberater und Schulungsangebote der Suchthilfeverb\u00e4nde in Deutschland k\u00f6nnen dabei eine gute Hilfe bieten. Auch das <a href=\"https:\/\/www.blaues-kreuz.de\/de\/wege-aus-der-sucht\/\"><em>Blaues Kreuz in Deutschland e.V.<\/em><\/a> bietet regelm\u00e4\u00dfig solche Schulungen an.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-6836 size-large\" src=\"https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/anastasia-vityukova-nowptkkvuxm-unsplash-scaled-1024x683.jpg\" alt=\"Freundschaft und Beziehungen\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/anastasia-vityukova-nowptkkvuxm-unsplash-scaled-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/anastasia-vityukova-nowptkkvuxm-unsplash-scaled-300x200.jpg 300w, https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/anastasia-vityukova-nowptkkvuxm-unsplash-768x512.jpg 768w, https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/anastasia-vityukova-nowptkkvuxm-unsplash-scaled-600x400.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p><strong>Auch Christen k\u00f6nnen von Sucht betroffen sein. Haben Sie den Eindruck, dass Christen ihre Sucht noch mehr verstecken, weil sie ggf. ein schlechtes Gewissen vor Gott, der Familie, der Kirchengemeinde haben?<br \/>\n<\/strong><span style=\"font-weight: 400;\">Ja, diesen Eindruck haben wir!<br \/>\nScham ist ein sehr heftiges Gef\u00fchl. Es stellt sich ein, wenn das tats\u00e4chliche Verhalten von den Normen der Gesellschaft oder einer christlichen Gemeinde abweicht. Leider gibt es bei letzteren h\u00e4ufig Stigmatisierungen, besonders wenn Menschen von Sucht betroffen sind oder im sexuellen Bereich Probleme haben.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ja, oftmals wird die Sucht von gl\u00e4ubigen Menschen verleumdet und versteckt. Leider ist in christlichen Gemeinden verbal viel von Aufrichtigkeit die Rede. Meist bleibt es aber unkonkret. Wenn jemand wirklich aufrichtig von seinen Fehlern und seinem derzeitigen Unverm\u00f6gen (z.B. sich nicht mehr zu betrinken) redet, wird er schnell sanktioniert.<\/span><\/p>\n<p><strong>Wie hilft aus Ihrer Sicht der christliche Glaube Suchtkranken und Angeh\u00f6rigen, Sucht zu \u00fcberwinden?<br \/>\n<\/strong>Gottes Wort zeigt uns auf, wie Jesus den Menschen begegnet. Im Gleichnis vom verlorenen Sohn kommt der Vater auf sein durch Lebensbr\u00fcche gezeichnetes Kind mit weit ge\u00f6ffneten Armen zu. Er wartet auf seine Kinder, hat sie lieb, ungeachtet dessen, was sich in deren Leben ereignet hat. Dies hilft suchterkrankten Menschen, aber auch Angeh\u00f6rigen, sich selbst wieder annehmen und lieben zu k\u00f6nnen, weil Gott sie liebt. Denn auch Angeh\u00f6rige sind von Schuld- und Schamgef\u00fchlen enorm belastet. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-6838 size-large\" src=\"https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/matheus-ferrero-yfmjalh1s6s-unsplash-scaled-1024x682.jpg\" alt=\"Glaube Vaterliebe\" width=\"1024\" height=\"682\" srcset=\"https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/matheus-ferrero-yfmjalh1s6s-unsplash-scaled-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/matheus-ferrero-yfmjalh1s6s-unsplash-scaled-300x200.jpg 300w, https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/matheus-ferrero-yfmjalh1s6s-unsplash-768x512.jpg 768w, https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/matheus-ferrero-yfmjalh1s6s-unsplash-scaled-600x399.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p><strong>Ab wann kann man sagen, man hat es geschafft und ist frei von Sucht?<br \/>\n<\/strong>Frei von Sucht leben zu k\u00f6nnen, sehen Suchtkranke und Angeh\u00f6rige h\u00e4ufig als ein kostbares Geschenk an. Und zugleich ist es eine t\u00e4gliche Entscheidung f\u00fcr das Leben und gegen das Suchtmittel bzw. das s\u00fcchtige Verhalten.<\/p>\n<p><strong>Wie ermutigen Sie jemanden dazu, Hilfe in Anspruch zu nehmen, nicht aufzugeben und f\u00fcr ein Leben ohne Sucht und Abh\u00e4ngigkeit den Weg der Therapie zu gehen?<br \/>\n<\/strong><span style=\"font-weight: 400;\">Wir begleiten Menschen, wenn sie sich in eine Beratungsstelle oder zu \u00c4rzten begeben wollen. Wir besuchen Suchtkranke und Angeh\u00f6rige, nehmen uns Zeit f\u00fcr sie, h\u00f6ren ihnen zu \u2013 und machen ihnen Mut!<br \/>\nDie Entscheidung aber, sich generell auf einen neuen Weg, in ein suchtfreies Leben zu begeben, kann einem suchtkranken Menschen bzw. einer Angeh\u00f6rigen niemand abnehmen. Diese Entscheidung trifft jeder und jede selbst. Dass diese Entscheidung in den Herzen von Menschen getroffen wird, daf\u00fcr beten wir! Und wir suchen Mitbetende.<\/span><\/p>\n<p><strong>Herzlichen Dank f\u00fcr das Interview!<\/strong><\/p>\n<p>Betroffene finden mehr Informationen und Hilfe auf der Website <a href=\"http:\/\/www.blaues-kreuz.de\/de\/wege-aus-der-sucht\/\">www.blaues-kreuz.de\/de\/wege-aus-der-sucht\/<\/a><\/p>\n<p>Sehen Sie sich hier die ermutigen Geschichten von Menschen, die mit Gottes Hilfe frei von Sucht wurden: <a href=\"https:\/\/cbndeutschland.org\/erlebttv-suchtfrei\/\">Ein erf\u00fclltes Leben frei von Sucht\u00a0<\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr Informationen aus fach\u00e4rztlicher Sicht lesen Sie auch <a href=\"https:\/\/cbndeutschland.org\/interview-dr-med-unkelbach-sucht\/\">das weiterf\u00fchrende Interview mit Dr. med. Bodo Karsten Unkelbach, dem Klinikleiter und Chefarzt des Zentrum f\u00fcr Seelische Gesundheit Marienheide, Klinikum Oberberg<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: center;\"><strong><span style=\"font-size: 150%;\">Mehr spannende Artikel zum Thema finden Sie im ERLEBT Magazin<\/span><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-6711 aligncenter\" src=\"https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/erlebt_einzeln_august2020-288x300.jpg\" alt=\"\" width=\"288\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/erlebt_einzeln_august2020-288x300.jpg 288w, https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/erlebt_einzeln_august2020-983x1024.jpg 983w, https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/erlebt_einzeln_august2020-768x800.jpg 768w, https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/erlebt_einzeln_august2020-600x625.jpg 600w, https:\/\/cbndeutschland.org\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/erlebt_einzeln_august2020.jpg 1950w\" sizes=\"auto, (max-width: 288px) 100vw, 288px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n[mk_button corner_style=&#8220;rounded&#8220; dimension=&#8220;two&#8220; size=&#8220;large&#8220; url=&#8220;https:\/\/cbndeutschland.org\/magazin\/anfordern&#8220; align=&#8220;center&#8220;]ERLEBT MAGAZIN BESTELLEN[\/mk_button]\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein erf\u00fclltes Leben frei von Sucht &nbsp; Interview mit Mitarbeitern von Blaues Kreuz in Deutschland e.V. &nbsp; Elvis Presley, Romy Schneider, Whitney Houston, Amy Winehouse &#8211; erfolgreiche, weltbekannte Prominente, die unter S\u00fcchten litten. 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